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„American Arms Hotel“: Stadt plant Wohnungen für 60 Millionen Euro

Die Stadt will auf dem Gelände des "American Arms Hotel" Wohnungen bauen lassen. Symbolfoto: Thinkstock

Die Stadt will auf dem Gelände des „American Arms Hotel“ Wohnungen bauen lassen. Symbolfoto: Thinkstock

Wiesbaden, 23. Juni 2015 – Heute hat es der Magistrat beschlossen: Die Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH (SEG) soll die Liegenschaft „American Arms Hotel“ in der Frankfurter Straße/Viktoriastraße von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) im Zuge des kommunalen Erstzugriffrechts erwerben. Das Nutzungskonzept als Grundlage für die Ausübung des Erstzugriffsrechts wurde von der BImA bestätigt.
Die von Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD), Wirtschafts- und Liegenschaftsdezernent Detlev Bendel (CDU) und Stadtentwicklungsdezernentin Sigrid Möricke (SPD) gemeinsam eingebrachte Sitzungsvorlage weist Folgendes aus: Geplant sind 309 Plätze für studentisches Wohnen, 26 geförderte Wohneinheiten und 72 Eigentumswohnungen in Stadtvillen in Anlehnung an die umgebende Bebauungsstruktur. Zusätzlich soll ein kleinteiliger Einzelhandel zur Nahversorgung des Gebietes entstehen.
Das bestehende Planungsrecht ist Grundlage für das Nutzungskonzept; eine zeitnahe Projektumsetzung wird als möglich angesehen.
„Durch den Ankauf der Flächen besteht die Möglichkeit, dringend benötigten Wohnraum, vorrangig für Studierende, zu schaffen und an prägender Stelle Stadtreparatur zu betreiben“, betont Oberbürgermeister Sven Gerich. „Ich freue mich sehr, dass wir auch an dieser Stelle der Innenstadt loslegen können. Zusammen mit dem Kureck findet damit an zwei weiteren exponierten Standorten in unserer Stadt eine große Aufwertung und Attraktivitätssteigerung statt.“
Das Gelände „American Arms Hotel“ in der Frankfurter Straße/Viktoriastraße wurde von der US-Army nach Nutzungsende im März 2015 an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zurückgegeben. „Die BImA beabsichtigt, die Liegenschaft zu veräußern. Die Landeshauptstadt Wiesbaden übt das sogenannte ‚kommunale Erstzugriffsrecht‘ aus und beauftragt zum Erwerb und zur Durchführung der Baumaßnahme ihre Tochtergesellschaft, die SEG. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Konversionsmaßnahme“, führt Wirtschafts- und Liegenschaftsdezernent Bendel aus.
Die SEG hat ein erstes Nutzungskonzept erarbeitet, das mit den bisherigen Überlegungen des Stadtentwicklungsdezernates zur Weiterentwicklung des Quartiers einhergeht. Das Nutzungskonzept weist im überwiegenden Teil eine Nachnutzung im öffentlichen Interesse (studentisches Wohnen und geförderte Wohneinheiten) aus, um gegenüber dem Verkäufer den Anspruch auf den kommunalen Erstzugriff darzustellen. Für die übrigen Flächen sind eine hochwertige Bebauung sowie kleinteiliger Einzelhandel vorgesehen, so dass das Projekt gesamtwirtschaftlich realisierbar wird.
„Nach dem Abschluss der Konversionsvereinbarung zwischen der Landeshauptstadt Wiesbaden und der BImA am 3. März ist der heutige Beschluss des Magistrates der Beweis, wie schnell eine Konversionsfläche einer Nutzung zugeführt werden kann, wenn alle Beteiligten partnerschaftlich zusammenwirken“, freut sich SEG-Geschäftsführer Roland Stöcklin. „Zwischen der Räumung der Liegenschaft durch die US-Army und dem heutigen Beschluss liegen lediglich drei Monate – ein neuer Rekord“.
„Die SEG ist vom Magistrat betraut, das Nutzungskonzept der Öffentlichkeit im Rahmen eines Workshops vorzustellen und die Ergebnisse des Workshops, sofern planerisch, technisch und wirtschaftlich sinnvoll, in die Vorgaben der Ausschreibung des geplanten integrierten Planungswettbewerbes aufzunehmen. Dabei sind insbesondere die gesamträumlichen Zielsetzungen des Stadtentwicklungsdezernates zum Quartier Südost insgesamt zu beachten. Auf die Kompetenz des Gestaltungsbeirates soll während dieses Prozesses zurückgegriffen werden“, erläutert Stadtentwicklungsdezernentin Sigrid Möricke.
Die Liegenschaft besteht aus zwei Grundstücken mit einer Größe von 19.584 Quadratmetern (derzeit Hotel) und 1.972 Quadratmetern (derzeit Parkplatz). Gemäß Bebauungsplan „Östlich Mainzer Straße und der Paulinenstraße“ besteht für das Hauptgrundstück ein rechtsgültiger Bebauungsplan, der eine Bebauung mit fünf Vollgeschossen in offener Bauweise zulässt.
Das Projektvolumen (Studentenwohnungen, geförderte Wohnungen und Einzelhandel) wird mit rund 39 Millionen Euro beziffert; das Kostenvolumen der geplanten Eigentumswohnungen mit rund 30 Millionen Euro. Nach Verhandlung und Abschluss des Kaufvertrages soll zeitnah in der ersten Umsetzungsphase das Parkplatzgrundstück bebaut werden.

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2 Kommentare zu “„American Arms Hotel“: Stadt plant Wohnungen für 60 Millionen Euro

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