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Nach 21 Jahren: Wiesbadener Trinkwasser wird teurer

20150623-105642-39402874.jpgWiesbaden, 23. Juni 2015 – Nach 21 Jahren werden die Trinkwassergebühren in der Landeshauptstadt Wiesbaden zum 1. Januar 2016 angepasst: Der Kubikmeter Trinkwasser kostet dann 2,45 Euro (netto) statt bisher 2,35 Euro. Die damit verbundene Änderung der Satzung über die Wasserversorgung in der Landeshauptstadt Wiesbaden hat der Magistrat in seiner heutigen Sitzung beschlossen.
Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD), Vorsitzender der Betriebskommission, erklärt: „Die Gebührenveränderung ist leider notwendig, weil der Wasserlieferant, die Hessenwasser GmbH & Co. KG aus Groß-Gerau, die Wasserbezugspreise für Trinkwasser ab dem 1. Januar 2016 um zehn Cent je Kubikmeter anheben wird. Ganz konkret bedeutet das, dass ein Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 200 Kubikmetern Wasser monatlich 1,83 Euro und jährlich 21,96 Euro mehr zu zahlen hat“.
Für die Wasserversorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden (WLW) bedeutet die Erhöhung der Wasserbezugspreise jährliche Mehrkosten in Höhe von 1,34 Millionen Euro. OB Gerich weiter: „Diese Mehrkosten können weder durch das WLW-Eigenkapital (100.000 Euro Stammkapital) gedeckt, noch durch Kosteneinsparungen in dieser Größenordnung kompensiert werden“. Gerich sagt: „Es ist wichtig, zu erwähnen, dass wir uns auch nach der moderaten Erhöhung zum Januar 2016 immer noch im unteren Mittelfeld der Umlandgemeinden bezogen auf die Trinkwassergebühr befinden. Und wir dürfen nicht vergessen, dass unser Wasser qualitativ ausgezeichnet ist.“
Zuletzt wurde die Trinkwassergebühr 1995 erhöht. Danach gab es in den Jahren 2001 und 2003 trotz steigender Inflationsrate und stetigem Mengenrückgang pro Kunde laut Stadt Wiesbaden eine Senkung um insgesamt 26 Cent pro Kubikmeter.
Um den Kunden die Abrechnung zum Jahreswechsel 2015/2016 zu erleichtern und um Schätzungen vom Verbrauch zu vermeiden, bitten die WLW alle Wiesbadener Haushalte bereits jetzt, zum Ende des Jahres die Zählerstände mitzuteilen.
Die WLW werden mit dem Magistratsbeschluss auch gebeten, zur wirtschaftlichen Sicherung der Liquidität zu prüfen, dem „Cash Pooling“ (gemeinsame Geldverwaltung) der Landeshauptstadt Wiesbaden beizutreten, dem seit 2011 bereits die Eigenbetriebe ELW und mattiaqua angehören. Beim „Cash Pooling“ werden finanzielle Mittel beim „Cash Pool Führer“, der Stadt, gebündelt. Diesem wird täglich der finanzielle Bedarf oder der Überschuss gemeldet; die Mittel werden zentral verwaltet und er übernimmt das Zinsmanagement. Die WLW sind in diesem System derzeit nicht eingebunden und finanzieren sich bei Bedarf mittels Angebote fremder Dritter.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 23. Juni 2015 von und getaggt mit , , , , , .
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