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Neuer Ärger für HSK: MRSA-Keim bei Frühgeborenen entdeckt

20160113-215626-78986403.jpgWiesbaden, 13. Januar 2016 – Die HSK hat heute neuen Ärger: Nach dem Wirbel um die TV-Berichterstattung von „Team Wallraff“ (RTL, MEIN WIESBADEN berichtete) vorgestern gibt’s heute eine Meldung über MRSA-Keime bei „Frühchen“ in der Klinik (Symbolfoto: Thinkstock).
Die Klinikgruppe Helios meldete heute Folgendes: „Bei neun Frühgeborenen auf der neonatologischen Station der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken (HSK) in Wiesbaden hat sich heute die Besiedelung mit dem Keim MRSA bestätigt. Das bedeutet, dass die Kinder Träger des Keims sind, eine Infektion (Erkrankung) jedoch nicht vorliegt. Die Keimbesiedelung wurde bei den auf der Station etablierten, vorsorglichen Screenings festgestellt. Keiner der neun Säuglinge zeigt keimbedingte Krankheitssymptome. Die Kinder wurden bereits innerhalb der Station isoliert. Die Eltern sind informiert und in zusätzliche Hygienemaßnahmen eingewiesen.
Das Gesundheitsamt Wiesbaden war heute vor Ort und hat sich davon überzeugt, dass die Klinik alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Kinder vollumfänglich eingeleitet hat. Neben den neun mit dem Keim besiedelten Säuglingen befinden sich derzeit weitere fünf Kinder auf der Station, die nicht betroffen sind. Bis auf weiteres nimmt die Klinik vorsorglich keine weiteren Frühgeborenen im Bereich der Neonatologie auf.
Woher der MRSA-Keim kommt, ist derzeit noch unklar. Die Klinik untersucht deshalb umfassend durch ein Screening (Mund-Rachen-Abstrich) die Eltern und alle Mitarbeiter der Station. Auch im Einsatz befindliche medizinische Geräte wurden auf den Keim untersucht. Erste Ergebnisse werden in den nächsten Tagen vorliegen.
Folgende Maßnahmen zur Vermeidung von Keimübertragungen wurden getroffen:
Alle Kinder, auch die bisher negativ Getesteten, werden vom Pflegepersonal ausschließlich mit Schutzkitteln, Handschuhen, Mund- /Nasenschutz und Haube versorgt. Dies wird solange durchgeführt, bis drei negative Screening-Ergebnisse bei jedem Kind vorliegen
Die nicht betroffenen Säuglinge sind innerhalb der Station getrennt untergebracht und werden von gesondertem Personal versorgt
Auf der Station wird zusätzliches, pflegerisches und ärztliches Personal eingesetzt
Das Hygienepersonal begleitet sehr eng alle Prozesse auf der Station
Die Versorgung von Neugeborenen im Kreißsaal und auf allen anderen Stationen ist gesichert.“

Aber was ist MRSA eigentlich?
MRSA ist die Abkürzung für „Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus“. Diese Bakterien der Art Staphylococcus aureus sind gegen Methicillin und andere Antibiotika resistent.
Gefährlich werden MRSA-Keime dann, wenn sie in den Körper gelangen und eine Erkrankung durch MRSA entsteht, weil der Keim gegen Antibiotika resistent ist und so nur schwer bekämpft werden kann. Ohne Behandlung kann die Erkrankung mit MRSA über ein Jahr dauern. Aber auch mit Behandlung (falls Wunden/Geschwüre etc. die Behandlung erschweren) kann die Erkrankung mehrere Jahre anhalten. Zur Behandlung werden desinfizierende Mittel eingesetzt sowie spezielle Antibiotika, die auch gegen MRSA-Keime wirken.
Mehr Infos zum Thema MRSA gibt es online z.B. hier – klick.

Ein MRSA-Keim unter dem Mikroskop Foto: Thinkstock

Ein MRSA-Keim unter dem Mikroskop Foto: Thinkstock

 

Ein Kommentar zu “Neuer Ärger für HSK: MRSA-Keim bei Frühgeborenen entdeckt

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 13. Januar 2016 von und getaggt mit , , , , , .
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