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Mehr online, nix City: Weitere Geschäfte schließen

"Wiesbadens Schuhmode-Paradies" Lebong macht nach 65 Jahren in Wiesbaden dicht.

„Wiesbadens Schuhmode-Paradies“ Lebong macht nach 65 Jahren in Wiesbaden dicht.

Wiesbaden, 29. Mai 2015 – Erst Lebong und jetzt noch Daniels & Korff: Zwei weitere Geschäfte in der City machen dicht. Das Schuhgeschäft Lebong gab es über 60 Jahre am Standort in der Wilhelmstraße, dort öffnet jetzt wohl im August der Schuhhersteller Peter Kaiser aus Pirmasens einen Store mit „Testfläche“ um Innovationen zu zeigen. In der Goldgasse leuchten von weit her auch die Räumungsverkauf-Schilder an der Filiale von Daniels & Korff: Das Bekleidungsgeschäft für Damen und Herren macht ebenfalls endgültig dicht – nach sechs Jahren am Standort.

Schick aber nicht genug frequentiert: Auch die Daniels und Korff-Filiale in der Goldgasse schließt im Juni. Foto: Daniels und Korff

Schick aber nicht genug frequentiert: Auch die Daniels und Korff-Filiale in der Goldgasse 1 schließt im Juni. Foto: Daniels und Korff

Bis 13. Juni läuft der Räumungsverkauf in der Goldgasse.

Woran liegt’s? Michael Freiherr von Korff, Chef der Daniels & Korff GmbH aus Euskirchen, zu MEIN WIESBADEN: „Wir schließen die Filiale, weil die Miete inklusive der Personalkosten nicht mehr zu erwirtschaften ist. Die Lauffrequenz und die Umsätze in den Innenstadtlagen gehen kontinuierlich zurück. Dies ist auch die Reaktion aus der immer stärker werdenden Konkurrenz durch das Internet. Immer mehr Kunden decken Ihren Bedarf über das Internet. Wir spüren das auch. In unserem Internet-Shop haben wir stetig wachsende Umsatzzahlen wohingegen der stationäre Handel rückläufig ist. Wir reagieren darauf, indem wir unrentable Filialen schließen.“ Shoppen die Wiesbadener lieber online? Für die Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes der Stadt wurde Ende 2014 eine Onlinebefragung zum Einkaufsverhalten der Wiesbadener Bürger durchgeführt. Ergebnis: Der Internethandel verzeichnet jährlich zweistellige Wachstumsraten, im Bereich Bekleidung gaben z.B. 11 Prozent der Befragten an, ihren Einkauf online oder über Versandhandel zu tätigen. Aber: In der selben Befragung wünschten sich die meisten Wiesbadener mehr inhabergeführte Geschäfte mit Qualität und weniger Billigläden in der Stadt. Vor allem Bekleidung und Schuhe wurden gewünscht. Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel brachte es bei der Vorstellung des Einzelhandelskonzeptes am 5. Mai auf den Punkt: „Ihr müsst den Laden im Ort auch bedienen, damit er eine Überlebenschance hat.”

Info Einzelhandel Wiesbaden:
Insgesamt gibt es in Wiesbaden, Stand November 2014, 1.946 Läden (davon 1.314 Nichtlebensmittel) mit 510.105 Quadratmeter Verkaufsfläche und etwa 1.769,2 Millionen Euro Bruttoumsatz pro Jahr.

 

So wünschen es sich die Wiesbadener angeblich laut der Online-Befragung der Stadt: Schicke Läden in der City wie hier in der Goldgasse 1. Viele kaufen dann aber doch lieber im Internet. Foto: Daniels und Korff

 

 

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