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Einblicke in die hessische Provinz: George-Konell-Preis für Stephan Thome

Wiesbaden, 16. Januar 2015 – Sanfte Klänge, Roter Salon, Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz beschwingt: George-Konell-Preisverleihung im Literaturhaus Villa Clementine. Erst spielt ein Duo (Gitarre und Baß) Duke Ellingtons „Don’t Get Around Much Anymore“, dann begrüßt Scholz den Preisträger Stephan Thome (42), der mit klarem Blick in seinem Debütroman Grenzgang „das Leben in der hessischen Provinz“ beschreibt.
Schriftsteller Thome, der seine Doktorarbeit über konfuzianisches Denken schrieb, erhält neben der Urkunde aus der Hand der Kulturdezernentin natürlich auch ein Weinchen „Aus dem Hausberg – ein Neroberger“, Scholz weiter: „Einer der schönsten Berge der Welt“.
Und sie beruhigt: „Das Preisgeld ist auf dem Weg zu Ihnen“. Gelungene Laudatio von Dr. Rainer Moritz (Leiter Literaturhaus Hamburg) folgt. Zum Abschluss „The Shadow of Your Smile“. Thome dankt: „Sehr schönes Gefühl, wenn man als Autor ankommt mit seinem Tun.“ Und liest aus einem seiner Romane teilweise in Ruhrpott-Dialekt über die Protagonistin Maria die 1987 nach ungewollter Schwangerschaft erst Mutter wird und dann krank. Die Szene spielt in Bergkamen. Es sind Sätze die die Situation der Frau genau beschreiben und Themen wie geschwollene hässliche Brustwarzen, Muttermundschwäche und das brüllende Kind sowie die nervenden Nachbarn nicht auslassen. Die Zuhörer lauschen gebannt, Pointen ernten Gelächter. Abend gelungen.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 16. Januar 2015 von und getaggt mit , , , .
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