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Einzelhandels-Konzept für Wiesbaden: Mehr Baumärkte und Spielwaren

Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel und Projektleiterin Birgitt Wachs, Niederlassungsleitung der GMA, Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH in Köln, stellen das Einzelhandelskonzept 2015 vor

Wiesbaden, 5. Mai 2015 – Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel (CDU) stellte heute zusammen mit Projektleiterin Birgitt Wachs von der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH in Köln, die Fortschreibung des von der Stadt beauftragten Einzelhandelskonzeptes 2015 für die Landeshauptstadt Wiesbaden vor. Für die Studie wurden von November 2014 bis Januar 2015 online Haushalte befragt. Insgesamt gab es 645 auswertbare Fragebögen. „Diese ermöglichen uns ein repräsentatives Ergebnis“, sagt Wachs. Und startet die Präsentation. Ergebnis: Zwischen 2009 und 2014 hat sich die Verkaufsfläche im Wiesbadener Einzelhandel um rund 9,4 Prozent erhöht. Insgesamt sind’s etwa 1.810 Quadratmeter Verkaufsfläche je 1.000 Einwohner, gesamt 510.105 Quadratmeter (Wiesbaden hat 282.000 Einwohner). 1,77 Milliarden Euro Umsatz macht der Einzelhandel in Wiesbaden jährlich.

In der Präsentation wurde auch der Benchmark-Vergleich mit anderen Städten vorgestellt: Wiesbaden liegt deutlich vorn

In der Präsentation wurde auch der Benchmark-Vergleich mit anderen Städten vorgestellt: Wiesbaden liegt deutlich vorn

Positiv: Die Kennziffer zur Zentralität stieg von 106 auf 111. Heißt: Die Wiesbadener Händler konnten zusätzlichen Umsatz aus dem Umland nach Wiesbaden bringen, deutlich mehr Nicht-Wiesbadener haben ihr Geld im Wiesbadener Einzelhandel ausgegeben, als Einheimische auswärts kaufen.

Gut sieht’s auch aus mit der Lebensmittel-Versorgung in der Stadt – in 700 Metern finden Anwohner im Schnitt den nächsten Lebensmittelmarkt. Auch in Sachen Kleidung, Schuhe und Sport liegt Wiesbaden vorn, setzt die doppelte Kaufkraft um, als aus dem Einzugsgebiet stammt (194 Prozent). Aber mau ist’s (laut Bendel wohl auch nach den Praktiker-Schließungen) in Sachen Bau-, Heimwerker- und Gartenbedarf. Außerdem bei Büchern, Schreib- und Spielwaren. Die Experten empfehlen: „In den zentralen Versorgungsbereichen – wie Innenstadt, Bierstadt, Dotzheim, Erbenheim, Kastel, Sonnenberg und Schierstein – Ladenbereiche mit Büchern, Schreib- und Spielwaren anzusiedeln und durch verbesserte Angebote im Bereich von Bau- und Gartenmärkten das Angebot im Stadtgebiet zu stärken“.

Und Detlev Bendel mahnt zur Nutzung auch kleiner Läden: „Ich sage immer zu Bürgern, ihr könnt nicht erwarten, dass ihr in einem Großmarkt einkauft und dann die Butter vergessen habt und die dann im Laden im Ort kaufen wollt. Ihr müsst den Laden im Ort auch bedienen, damit er eine Überlebenschance hat.“

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Dieser Eintrag wurde am 5. Mai 2015 von veröffentlicht.
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