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Gut aufgenommen: So waren die ersten Stunden für die Flüchtlinge in Wiesbaden

20150916-130948-47388272.jpgWiesbaden, 16. September 2015 – Vom Frankfurter Hauptbahnhof aus wurden heute per ESWE-Busssen 411 Flüchtlinge in der Zeit von 3 Uhr bis 6 Uhr früh in die Notunterkünfte der Wiesbadener Vororte Nordenstadt, Breckenheim und Naurod gebracht.
Dort wurden die Menschen nach einem ersten kurzen medizinischen Check-up mit Lebensmitteln versorgt, um anschließend in den vorbereiteten Schlafmöglichkeiten Ruhe zu finden. Eine Auskunft zur Herkunft der in den Wiesbadener Notunterkünften untergebrachten Flüchtlinge wird frühestens im Laufe des Tages möglich sein.
Oberbürgermeister Sven Gerich dankt allen Helferinnen und Helfern für die hervorragende Arbeit der vergangenen Stunden: „Die gesamte Vorbereitung und Unterbringung verlief reibungslos, alle Helferinnen und Helfer waren nicht nur perfekt vorbereitet, sondern auch äußerst motiviert, den Flüchtlingen eine gute erste Unterkunft zu bieten und sie mit dem Nötigsten zu versorgen“, sagt der Oberbürgermeister, der noch in der Nacht alle Unterkünfte besuchte, um sich selbst ein Bild von der Situation zu machen und den Helferinnen und Helfern für ihre Arbeit zu danken.

„Aufgrund der Wetterlage sind wir froh, dass wir uns für die Sporthallen als Notunterkünfte und nicht für Zelte entschieden haben“, ergänzt der Leiter der Wiesbadener Berufsfeuerwehr, Harald Müller.

„Wir bedanken uns bei allen Kräften im Einsatz, hilfsbereiten Bürgerinnen und Bürgern für die tolle Unterstützung in den vergangenen Tagen und in der Nacht“, sind sich Gerich und Müller einig. Derzeit werde geprüft, wie mit der enormen Bereitschaft der Wiesbadenerinnen und Wiesbadener, mittels Sachspenden zu helfen, umgegangen werden kann. „Im Moment liegt die Priorität aber darauf, die Menschen sicher und gut in Wiesbaden unterzubringen und zu versorgen“, erklärt Müller.

So geht es jetzt weiter: Die Notunterkünfte sind Einrichtungen des Landes Hessen. Das heißt, nachdem die Stadt die Logistik zur Verfügung gestellt und die Flüchtlinge untergebracht hat, wird sich das Land nach jetziger Kenntnis darum kümmern, dass die Menschen schnellstmöglich in Erstaufnahmestellen in Hessen verteilt werden. „Anfang der Woche hatten wir Signale, dass die Notunterkünfte in Wiesbaden nur eine zeitlich begrenzte Zwischenlösung sein sollen und nicht dauerhaft bestehen“, so Oberbürgermeister Sven Gerich. „Wir haben derzeit keine andere Information.“

Laut Oberbürgermeister und Feuerwehrchef ist Wiesbaden bis jetzt auf alle eingetretenen Situationen gut vorbereitet gewesen. „Hilfskräfte sowie Bürgerinnen und Bürger geben ihr Bestes, um eine für alle erträgliche Lösung zu finden. Wir sind dabei auch weiterhin auf das Verständnis der Wiesbadenerinnen und Wiesbadener angewiesen. Wir wissen, dass das viel verlangt ist, aber wir müssen alle zusammenstehen, offen aufeinander zu- und respektvoll miteinander umgehen – dann werden wir auch diese Lage in der hessischen Landeshauptstadt, wie gewohnt, so gut es geht, geregelt bekommen.“

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 16. September 2015 von und getaggt mit , , .
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