MEIN WIESBADEN

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HSK-Geschäftsführer: „Wir müssen besser werden“

20160120-221548-80148271.jpgWiesbaden, 20. Januar 2016 – Beim Neujahrsempfang der Helios Kliniken in den Kurhaus-Kolonnaden sprach heute Abend auch HSK-Geschäftsführer Kristian Gäbler (Foto oben) über den Wallraff-Film, der für viel Aufregung gesorgt hatte (MEIN WIESBADEN berichtete). Gäbler ging auf die im RTL-Bericht von „Team Wallraff“ erhobenen Vorwürfe gegen die Helios Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken (HSK) ein. Zu Wartezeiten in der Notaufnahme wies er darauf hin, dass sich das Verhalten der Patienten geändert habe und mehr Personen mit auch weniger schweren Erkrankungen in die Notaufnahme kämen. Aber, so Gäbler: „Bedrohliche Notfälle werden sofort behandelt“. Trotzdem hielt er fest: „Wir müssen an der Verbesserung der Situation arbeiten“. Zur angeblichen Verwendung schlechter Produkte (schneller reißender Handschuhe, etc.) sagte er, dass dies keinesfalls absichtlich geschehe. Im Thema Reinigung räumte er Probleme ein: „Wir haben den Aufwand zur Umstellung unserer Reinigungsprozesse unterschätzt“. Es gebe ein externes Audit im Bereich Reinigung. Gäbler: „Wir müssen besser werden, als wir im Mai 2015 waren und leider in Teilen heute noch sind“.
Den Bereich Hygiene wollte Gäbler getrennt betrachten: „Wir haben unter anderem 25 Hygienebeauftragte Ärzte, 18 weitere qualifizierte Pflegekräfte, 1350 Mitarbeiter wurden geschult“. Aber, so Gäbler: „Wir haben es nicht geschafft, Vertrauen herzustellen“.
Auch auf im Film gezeigte Mitarbeiter ging er ein: „Sie haben frustrierte, auch ehemalige Mitarbeiter gesehen. Wir haben es nicht geschafft, alle Mitarbeiter im Prozess der wirtschaftlichen Sanierung mitzunehmen. In manchen Bereichen sind mehr Mitarbeiter abgewandert, als nötig waren.“ Neue Mitarbeiter zu finden, sei sehr schwierig in 2016, auch wegen des TV-Berichtes.
Gäbler kritisierte, dass im Bericht „die Arbeit unserer Mitarbeiter bewusst als aktive Sterbehilfe diffamiert“ wurde. Er wünsche sich „weniger Jagd nach Einschaltquoten“.
Zum Fund des MRSA-Keims auf der Frühgeborenen-Station (MEIN WIESBADEN berichtete) erklärte Gäbler, das Gesundheitsamt habe die Maßnahmen der HSK für korrekt erklärt und Hygiene-Experte Prof. Dr. Simon vom Robert-Koch-Institut sei zu Besuch gekommen und habe Empfehlungen gegeben und den Maßnahmen zugestimmt.
Für 2016 sagte Gäbler, eines der Hauptziele sei „Vertrauen zurückgewinnen“.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 20. Januar 2016 von und getaggt mit , , , , , , , , .
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